MASTER SOZIALWISSENSCHAFTEN

Statement der Professoren

Soziologie I

Forschungsschwerpunkt:
Mich interessiert die Frage, welche Faktoren für die Entwicklung und Stabilität rechtsstaatlicher und demokratischer Gesellschaft wichtig sind. Wir müssen in diesem Zusammenhang nicht nur auf die Institutionen und die soziale Struktur einer Gesellschaft achten, sondern vor allem auch auf die Rolle, die eine funktionierende Zivilgesellschaft und soziales Vertrauen spielen. In meiner aktuellen Forschung beschäftige ich mich mit soziologischen Erklärungen für Fundamentalismus und Terrorismus, die heutzutage zu den größten Bedrohungen freiheitlicher Gesellschaften gehören. In der Lehre liegt mein Schwerpunkt auf soziologischer Theorie, wobei ich in meinen Kursen regelmäßig Themen aus meiner aktuellen Forschungsarbeit behandele.

Über den Master-SoWi:
Ein Studium unseres Masterstudiengangs Sozialwissenschaften lohnt sich,
... weil er als ein forschungsorientierter Studiengang auf eine Promotion in Soziologie oder Politikwissen- schaft vorbereitet,
... weil er mit innovativen Lehrformen und kleinen Gruppen eine intensive individuelle Betreuung bietet,
... weil man in Teamprojekten und bei einer anspruchsvollen Masterarbeit selbständiges wissen- schaftliches Arbeiten lernt.

Soziologie II

Prof. Dr. Karl-Heinz Reuband Prof. Dr. Karl-Heinz Reuband

Prof. Dr. Karl-Heinz Reuband

Prof. Dr. K. Reuband

Professur ohne Lehrverpflichtung, Emeritus

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.31, Raum 04.22

Tel:Tel: 0211/81-11558

Fax:Fax: 0211/81-12263

Für mich ist die Soziologie eine Erfahrungswissenschaft mit aufklärerischem Anspruch. Es geht darum, gesellschaftliche Realitäten unter Bezug auf empirische Daten konkret zu beschreiben und zu erklären.

Meine Interessen und Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich sozialer Probleme und sozialer Kontrolle, der Kultursoziologie, der Analyse sozialen und kulturellen Wandels, der historischen Sozialforschung und der Methoden der empirischen Sozialforschung (insbesondere Umfrageforschung).

Aktuelle Forschungsprojekte beziehen sich auf sozialen Wandel im großstädtischen Kontext (Kriminalitäts- furcht, Einstellungen zu ethnischen Gruppen u.a.) sowie auf den Alltag im Dritten Reich und die Reaktionen der Bevölkerung auf antisemitische Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden in Berlin, Hamburg und München Befragungen mit Zeitzeugen durchgeführt. Ergänzend wurden schriftlich verfasste Memoiren jüdischer Emigranten sowie andere historische Quellen herangezogen. 

Meine Schwerpunkte in der Lehre umfassen zum einen die Methoden der empirischen Sozialforschung und zum anderen inhaltliche Themen unterschiedlicher Art (von der Soziologie sozialer Probleme bis hin zur politischen Soziologie). In der Methodenvermittlung versuche ich, eine betont praxisnahe Ausbildung zu betreiben: u.a. indem die Studierenden bereits in den Anfängervorlesungen angehalten werden, eigene Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung zu sammeln und methodisch zu reflektieren.

Soziologie II

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Rosar Univ.-Prof. Dr. Ulrich Rosar

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Rosar

Univ.-Prof. Dr. U. Rosar

Lehrstuhlinhaber

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.31, Raum 04.21

Tel:Tel: 0211 / 81-15301

Fax:Fax: 0211 / 81-12263

Forschungsschwerpunkte:
Die Sozialwissenschaft ist für mich eine theoriegeleitete empirische Wissenschaft, die sich – in Abhängigkeit vom konkreten Forschungsgegenstand – quantitativer und qualitativer Verfahren der Datengewinnung und -auswertung bedient. Meine eigenen Forschungsaktivitäten konzentrieren sich vor allem auf die Methoden der empirischen Sozialforschung, die politische Soziologie sowie die Vorurteils- und Ungleichheitsforschung. Im Rahmen meiner methodischen Forschung beschäftige ich mich vor allem mit experimentellen Designs, Mehrebenenanalysen und den Problemen international vergleichender Sozialforschung. Im Bereich der politischen Soziologie interessiere ich mich vor allem für Fragen und Probleme, die sich im Zusammenhang mit politischen Wahlen ergeben. Leitthema meine Arbeiten im Bereich der Vorurteils- und Ungleichheitssoziologie ist die Frage, welchen Einfluss Stereotypisierungen und Vorurteile auf individuelle Erfolgschancen in variierenden sozialen Handlungskontexten haben? Dabei beschäftige ich mich seit einigen Jahren verstärkt mit Effekten, die von der physischen Attraktivität der Menschen auf soziale Ungleichheiten ausgehen. In der Forschungspraxis suche ich immer wieder nach Möglichkeiten, diese Arbeitsschwerpunkte miteinander zu verknüpfen. So habe ich beispielsweise eine Reihe empirischer Untersuchungen zum Einfluss der Kandidatenattraktivität auf den Wahlerfolg ihrer Parteien in variierenden politischen Kontexten durchgeführt.

Über den Master SoWi:
Unser Masterstudiengang Sozialwissenschaften lohnt sich für alle,
… die sich für den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und den Herausforderungen des demokratischen Regierens interessieren.
… die Interesse an forschungsorientiertem und zugleich praxisnahem Lernen und haben.
… die Wert auf Interdisziplinarität, Teamorientierung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten in der sozialwissenschaftlichen Forschungsausbildung legen.

Soziologie III

Forschungsschwerpunkt:
Meine Interessen liegen im Bereich von Lebensstilen, Konsumforschung,  sozialer Ungleichheit und Familiensoziologie. In diesem Zusammenhang habe ich über Zielgruppen für Radio- und Fernseh- programme geforscht, zur Freizeitsoziologie und zu Ehescheidungen. Derzeit bearbeite ich mit  einer Mitarbeiterin ein Projekt zur Entwicklung der  Einkommensverhältnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Geschichte der Bundesrepublik. In der Lehre ist es mir besonders wichtig, inhaltliche Fragestellun- gen mit statistischen Methoden zu verknüpfen.

Über den Master SoWi:
Unser  Masterstudiengang ist stärker als der BA-Studiengang  forschungsorientiert, hier erhalten Sie eine umfangreiche, aber durchaus auf ihre individuellen Interessen abgestimmte Forschungsausbildung, die teilweise in betreuten Teams stattfindet.

Politik I

Prof. Dr. Thomas Poguntke Prof. Dr. Thomas Poguntke

Prof. Dr. Thomas Poguntke

Prof. Dr. T. Poguntke

Lehrstuhlinhaber
Direktor des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.32, Raum 05.22

Tel:Tel: 0211 / 81-14555

Fax:Fax: 0211 / 81-12875

Meine Forschung richtet sich auf die vergleichende Analyse politischer Systeme und hier besonders auf die Erforschung von Parteien und Parteiensystemen. Dies geht zurück auf eine intensive Beschäftigung mit den Grünen, die in ihrer Gründungsphase ein international viel beachtetes Experiment darstellten. Besonders interessieren mich die Auswirkungen gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse und der Europäischen Integration auf die Organisation, Arbeitsweise und Funktionserfüllung von Parteien und politischen Systemen.

Zu diesen Bereichen habe ich in den letzten Jahren mehrere international vergleichende Forschungsprojekte in Kooperation mit zahlreichen Kollegen in Europa und den USA durchgeführt. Hierzu zählen eine 15-Länder-Studie zur Europäisierung nationaler Parteien, eine Untersuchung zu den Europarteien sowie eine Studie zur Präsidentialisierung moderner Demokratien. Gegenwärtig arbeite ich an einem internationalen Projektverbund zur Parteipatronage mit, in dessen Rahmen untersucht wird, in welchem Maße politische Parteien die Personalrekrutierung im öffentlichen Sektor steuern. Außerdem befindet sich ein Projekt in Vorbereitung, das untersuchen soll, wie sich die Handlungsbedingungen von Parlamentariern unter dem Einfluss der Präsidentialisierung demokratischer Regime verändern. Ein erheblicher Teil meiner Forschungsaktivitäten wird in Zukunft am Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF) stattfinden, dessen Vize-Direktor ich bin.

In der Lehre biete ich eine breite Palette von Seminaren und Vorlesungen an. Während einige Veranstaltungen als Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft konzipiert sind, bieten andere Seminare einen vertieften Einblick in ausgewählte Themenbereiche der Parteien- und Regierungssystemforschung. Das Unterrichten macht mir besonders viel Freude, wenn sich die Studierenden aktiv beteiligen und lebhafte Diskussionen im Seminar entstehen. Es ist mir wichtig den Studierenden ein  fundiertes theoretisches, methodisches und empirisches Wissen zu vermitteln, damit sie in die Lage versetzt werden, Fragestellungen eigenständig zu durchdringen, wissenschaftliche Arbeiten zu bewerten und eigene Forschungsprojekte zu entwickeln.

Politik II

Ich interessiere mich für die Grundlagen der Politik und beschäftige mich daher mit Fragen wie „Was ist Politik?“ oder „Was ist Demokratie?“. Zudem untersuche ich die Organisationsformen von Politik, also Parteien, Verbände und soziale Bewegungen auf der einen Seite, politische Institutionen wie Regierungen und Parlamente auf der anderen Seite. Ich Mich interessieren zudem informelle Politik und abweichendes Verhalten. Aktuell forsche ich zum Wandel der Parteienmitglieder in Deutschland, zur politischen Korruption in Europa und zu Reformen der mittleren Verwaltungsebene in Nordrhein-Westfalen.


In der Lehre mache ich regelmäßig allgemeine Einführungsvorlesungen in die Politikwissenschaft und außerdem speziellere Kurse zu meinen Forschungsinteressen.

Mit Parteien beschäftige ich mich schon, seit ich meine kanadische Master-Thesis geschrieben habe; Parlamentarismus interessiert mich seit meiner Doktorarbeit. Die anderen Themen sind mir in den vergangenen 30 Jahren aus der politischen Praxis ‚zugeflogen’.

Neben der Arbeit an der Universität bin ich auch noch in der Politikberatung und als Publizist tätig.

Politik II

Prof. Dr. Stefan Marschall Prof. Dr. Stefan Marschall

Prof. Dr. Stefan Marschall

Prof. Dr. S. Marschall

Lehrstuhlinhaber

Stilisiertes Gebäude Gebäude 23.32, Raum 05.62

Tel:Tel: 0211-81-14689

Fax:Fax: 0211-81-14532

Meine Interessenschwerpunkte liegen in der Analyse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland, der vergleichenden Parlamentarismus- und Parteienforschung, in der Frage der Demokratie jenseits des Nationalstaates sowie – last but not least – in der Erforschung politischer Kommunikation, insbesondere der internetbasierten. Zu diesen Bereichen habe ich in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte durchgeführt sowie Bücher und Aufsätze publiziert.

In der Lehre konzentriere ich mich zum einen auf das politische System Deutschlands; zu diesem Thema biete ich regelmäßig eine einführende Vorlesung an. In den sonstigen Veranstaltungen versuche ich zum anderen ein breites Angebot an Themen abzudecken, die auch in den Bereich der Europapolitik und der politischen Theorie hineinreichen. Regelmäßig biete ich Seminare in englischer Sprache an.

Müsste ich nochmals von vorne anfangen, würde ich den BA Sozialwissenschaften in Düsseldorf studieren. Der Charme dieses Studiengangs liegt in der in dieser Form einmaligen und äußerst sinnvollen Kombination und Integration der drei Fächer Politikwissenschaft, Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaft. Zudem wird sehr viel Wert auf eine solide Methodenausbildung gelegt. Schließlich ist meiner Wahrnehmung nach – und viele Absolventen/-innen bestätigen das – die Studier- und Arbeitsatmosphäre am Institut für Sozialwissenschaften ausgezeichnet.

Politik III

Forschungsschwerpunkt:
Meine Interessenschwerpunkte beziehen sich auf das Verhältnis von Demokratie und Frieden, die Schaffung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung und die außenpolitische Rolle der Europäischen Union.

Mein aktuelles Forschungsprojekt bezieht sich auf die parlamentarische Kontrolle von militärischen Aus- landseinsätzen europäischer Länder.

Meine Schwerpunkte in der Lehre sind zum einen die Europapolitik, zum  anderen die Internationalen Beziehungen, wobei ich in beiden Fällen besonderen Wert sowohl auf das Verständnis aktueller Ent- wicklungen als  auch auf die Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorien lege.

Die Themen Friedens- und Konfliktforschung und Weltwirtschaftspolitik beschäftigen mich seit meinem Studium bzw. seit meinem eigenen Engagement in Friedensbewegung und entwicklungspolitischen NGOs. Zu  diesen Themen arbeitete ich auch 1983 bis 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Grünen im Deutschen Bundestag.

Über den Master-SoWi:
An den Studiengängen des Sozialwissenschaftlichen Instituts gefällt mir besonders, wie eng die drei Fächer Politikwissenschaft, Soziologie und Kommunikations- und Medienwissenschaft miteinander verzahnt sind, welche guten Karrierechanchen sich unseren Absolventen eröffnen, dass es bei uns kaum Studienabbrecher gibt und dass im Institut ein unkompliziertes, pragmatisches Klima herrscht.